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Toyota MR2 - was ist das eigentlich?


MR2 ist die Abkürzung für Midship Runabout Two-seater oder Midengined Rearwheel-Drive Two-seater, was etwa bedeutet: Zweisitziger Mittelmotorwagen mit Heckantrieb.
Der MR2 ist also ein kleiner zweisitziger Sportwagen mit Mittelmotor des Autoherstellers Toyota.

Vom MR2 gab es 3 Generationen, die aber nur den Mittelmotor und den Heckantrieb gemeinsam hatten. Die ersten zwei Generationen gab es als Targa (T-Bar) und Coupè, beide hatten Klappscheinwerfer.

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Die dritte Generation war als Roadster mit einem Stoffverdeck, wahlweise auch mit Hardtop ausgestattet
 

Den MR2 W1 (AW10, AW11, AW15, AW16, 1985 - 1989) gab es als Targa und Coupè, wobei das Coupè in Europa ausschließlich mit einem herausnehmbaren Glasdach ausgeliefert wurde. Motor: 1.6l 4A-GE 116 PS (mit KAT ab 1987) und 124 PS (ohne KAT bis 1988), 1.5l Vergaser 3A-L mit ca. 83 PS sowie 1.6l Kompressor (4A-GZE) mit ca. 145 PS (ab 1987, beide nicht in Deutschland). Das Werkskürzel A in z.B. AW11  steht für die Motorenfamilie und die letzte Ziffer für die unterschiedlichen Varianten. (z.B. AW10 3A-L Motor mit günstiger Innenausstattung, ausschließlich in Japan verkauft)
 

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1990 löste die nächste Modellreihe den MR2 W1 ab: In Europa unter dem Werkscode SW20 bekannt, wurde der W2 bis zum Modellwechsel im Jahr 2000 gebaut. Auch den W2 gab es als Targa und Coupè.

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Offiziell wurde in Deutschland nur die Version mit dem 2,0 Liter (3S-GE) Motor und 115 kW (156 PS, 1990 - 1994), 129 kW (175 PS, 1994 - 1996) uns zuletzt mit 125 kW (170 PS, 1996 - 2000) verkauft.

Alle anderen Varianten sind importierte Fahrzeuge, meist aus Nordamerika wurden Versionen mit 147 kW (200 PS) bzw. 98 kW (133 PS) importiert. Die 200 PS-Version besitzt einen 2-Liter-Turbomotor (3S-GTE Gen. II) mit 16 Ventilen und Ladeluftkühler.

Die Version mit 133 PS hat einen Saugmotor (5S-FE) mit einem Hubraum von 2,2 Litern.
 

Auf dem japanischen Markt wurden weitere Motorisierungen angeboten: Von 1989 bis 1992 ein 2,0 Liter Turbomotor (3S-GTE) mit 165 kW (225 PS), danach mit 177 kW (240 PS) bzw. 180 kW (245 PS). In den letzten Modelljahren wurde auch ein 2,0 Liter Motor (3S-GE Gen IV) mit variabler Ventilsteuerung im MR2 verbaut, dieser leistete 147 kW (200 PS). Dieser Motor wurde im MR2 in Europa nie offiziell angeboten.
 

Die Roadsterwelle machte auch vor Toyota nicht halt: Im Jahr 2000 wurde der MR2 W3 (ZZW 30) vorgestellt.Auch als Toyota MR-S bekannt, zielte der W3 auf eine komplett andere Käuferschicht als seine Vorgängermodelle W1 und W2. Ausschliesslich mit 1.8 l - Motor und 103 kW / 140 PS ausgestattet, brachte der kleine Roadster seinen Insassen jede Menge Fahrspass. Für Leistunshungrige boten diverse Tuner Turbo - Umbauten an.

Der W3 ist überdurchschnittlich häufig von Motorschäden betroffen. Wurde zunächst vermutet, dass die Modelle nach dem Facelift im Jahre 2003 nicht betroffen sind, so stellte sich jedoch auch bei diesen eine starke Häufung von defekten "Shortblocks" (Rumpfmotor) heraus. Die Schäden kündigen sich fast immer durch starken Ölverlust und klappernde Geräusche an. Dem starken Leistungsverlust folgt dann der kapitale Motorschaden. In fast allen Fällen hat Toyota grosszügig den Tausch des defekten Motors übernommen. Selbst nach Ablauf der Garantie kam der Hersteller dem Kunden immer sehr entgegen, so dass

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oftmals nur die Einbaukosten bezahlt werden mussten. Eine Begründung für diese Häufung der Motorschäden wurde offiziell nie bekannt, so dass es lediglich Vermutungen gibt, die etwas mit der höheren thermischen Belastung des Mittelmotors sowie der Materialbeschaffenheit der Laufbuchsen zu tun haben. Diese Problematik führte zu einem starken Imageverlust des W3.


Im Jahr 2005 wurde die Produktion des Toyota MR2 ersatzlos eingestellt.